Therapie trifft Magie: Was verschwindet, ist Unsicherheit.Was bleibt, ist: Ich kann das.

Simsalabim – wenn Hände lernen, was sie alles können

Was verschwindet, ist Unsicherheit. Was bleibt, ist: Ich kann das.

Eine Münze verschwindet unter einem roten Tuch – und taucht plötzlich an anderer Stelle wieder auf. Kinder stehen nebeneinander auf der Matte, halten eine Blume in der Hand, drehen sie konzentriert und präsentieren ihr kleines Kunststück gemeinsam dem Publikum.
Draußen ist Alltag. Hier drinnen: Zauberei.

Zaubern heißt: ausprobieren, wiederholen, stolz sein

Was aussieht wie ein Spiel, ist in Wahrheit gezielte Frühförderung.
In der Frühförderung der Lebenshilfe Nürnberger Land nehmen Kinder teil, die in ihrer Entwicklung verzögert sind – kognitiv ebenso wie motorisch. Besonders die Koordination von Auge, Hand und Bewegung fällt ihnen oft schwer. Genau hier setzt das Angebot „Zauber‑Motorik“ an, erklären Marit Michaelis und Melanie Steinborn aus dem Team Frühförderung.

Ganz nebenbei trainieren die Kinder genau das, was im Alltag oft schwerfällt – mit großer Motivation und sichtbarer Freude. Die Fachkräfte erklären, ermutigen und unterstützen beim richtigen Handgriff. Doch im Mittelpunkt stehen die Kinder selbst: Sie lassen etwas verschwinden, holen es wieder hervor und erleben ein starkes Gefühl von Selbstwirksamkeit – Ich kann das.

Zauber‑Motorik wirkt

Beim Abschluss steht sogar ein kleines Publikum bereit. Die Kinder präsentieren ihr Kunststück synchron, bekommen Aufmerksamkeit, Anerkennung und Applaus.
„Wenn Lernen spielerisch geschieht, wächst nicht nur die Motorik“, lautet die Erfahrung aus der Frühförderung. Es wachsen auch Selbstvertrauen, Ausdauer und Mut. Oder anders gesagt: Die Magie liegt nicht im Trick – sondern in den Händen der Kinder.